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In der Regel zwei Mal im Jahr wird im Haus Maria Regina im Gottesdienst das Sakrament der Krankensalbung gespendet. Stadtpfarrer Jan Kölbel unterstützte unseren Hausgeistlichen Pfarrer Konrad Frohmüller und hielt die Predigt an diesem für unsere Bewohnerinnen und Bewohner so wichtigen Tag.

Den Gottesdienst mitgefeiert haben in der Hauskapelle zahlreiche Beewohnerinnen und Bewohner und Gäste. Darunter auch Monsignore Heinrich Schlereth, Pfarrer Albrecht Kleinhenz und Pfarrer Dominikus Schmitt.

Da in der Kirchengemeinde momentan die Organisten durch Erkrankungen etwas rar sind begrüßte Pfarrer Kölbel die Anwesenden als inzwischen sicher besten „a´Kapella Senioren-Chor“ in der Kirchengemeinde und führte in den Gottesdienst ein, der durch die Spendung der Krankensalbung ein Zeichen der Zuwendung und Nähe Gottes für die Kranken und Notleidenden ist und diesen eine unverwechselbare Würde schenkt.

In seiner Predigt ging Pfarrer Kölbel zunächst auf die Martinsumzüge der Kindergärten vor wenigen Tagen ein. So war es für ihn besonders beeindruckend, dass die Botschaft von „St. Martin“ nicht mit dem Eintreffen der beiden Züge am Schnatterloch für dieses Jahr endete, sondern aktiv danach weitererzählt wurde. Für viele Zuhörer im Gottesdienst neu und interessant, dass es sich hier um keine Legende, sondern eine wahre Begebenheit gehandelt hat, die der alte Bischof Martin auf seinem Sterbebett erzählt hat. Er war damals „sein“ Schlüsselerlebnis im Glauben und für die Nachfolge als Priester.

Armut zeigt sich heute anders wie vor Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten. „Armut“ erlebt man heute u.a. auch in Krankheit und den Gebrechen des Alters. Christus möchte allen Notleidenden persönlich begegnen und sich anbieten. In der Krankensalbung kommt das durch die Sakramentenspendung mit besonderem Öl und Handauflegung besonders zum Ausdruck. Pfarrer Kölbel und Pfarrer Frohmüller war es wichtig, dies allen Anwesenden vorab nahe zu bringen: Die Krankensalbung soll nicht einfach nur „mitgenommen“ werden. Sie kann bei jeder schweren (auch psychischen) Erkrankung empfangen werden und ist auch kirchlicher Sicht höher zu sehen als z.B. der „Blasiussegen.“ So war zunächst jeder Anwesende eingeladen, sich dahingehend zu prüfen.      

Im Frühjahr 2018 konnte das Sakrament wegen der massiven Grippewelle nicht auf den Zimmern gespendet werden. So freuten sich die Geistlichen, dass dies an diesem Tag wieder möglich war und nahmen sich viel Zeit auch für Gespräche und Begegnungen auf den Wohnbereichen. Herzlichen Dank für diesen wertvollen Dienst und den beeindruckenden Gottesdienst!       

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