Home

 

Der Heimbewohner des Hauses Maria Regina, Herr Johann Ackermann verriet dem Einrichtungsleiter Matthias Schiller in der letzten Ausgabe des „Schaukelstuhls“ seinen Herzenswunsch, nämlich noch einmal die Franz-Oberthür-Schule in Würzburg zu besuchen und im Hofbräukeller das traditionelle Hochzeitsessen zu genießen.

 

 Herr Ackermann hatte dort in den 60er Jahren die Meisterschule im Straßenbau besucht. Er musste nicht lange warten, da ging sein Wunsch in Erfüllung. Rainer Dietz, ein aufmerksamer Leser der Hauszeitung aus Hardheim, meldete sich unmittelbar nach der Veröffentlichung. Er holte ihn im Haus Maria Regina ab und fuhr in Richtung Würzburg. Ein Navi brauchten die beiden nicht, denn Herr Ackermann kannte die Strecke noch aus dem „ff“. Dort angekommen, staunte der Bewohner sehr, da er einen großen Komplex vorfand, in dem heute 3000 bis 4000 Schüler von ca. 150 Lehrer unterrichtet werden. Der Vergleich zu damals mit 150 Schülern und 5 Lehrer war schon sehr beeindruckend. Eine schöne Geste war das zufällige Treffen eines Lehrers. Er nahm sich spontan der Kleingruppe an und führte die zwei Besucher durch das Schulhaus, den Werkräumen mit modernster Technik, der Mensa und der großen Aula. Herr Ackermann kam aus dem Staunen nicht heraus, wie sich alles in den vielen Jahren verändert hat. Anschließend besuchten die beiden das „Speierloch“, ein Wirtshaus als Treffpunkt der Handwerker-Meisterschüler. Dort wurden damals viele Abende gefeiert, oft bis in den Morgen, erinnerte sich Herr Ackermann lächelnd. Zum Abschluss dieses schönen Tages hieß es dann noch „auf zum Hochzeitsessen“ in den Hofbräukeller. Bei frisch gezapften Bier und Tafelspitz mit Meerrettich ließen sie sich es gut gehen und Herr Ackermann erzählte viele Anekdoten aus seinem Leben. Sichtlich gerührt und überglücklich kam er gegen Abend wieder ins Haus Maria Regina zurück. Für beide war dies ein erlebnisreicher Nachmittag, den sie so schnell nicht vergessen werden.

 

­